KWP: Haushalte haben beim künftigen Heizen sehr wohl die Wahl
Abwarten ist keine Pflicht – Heizungsmodernisierungen nach wie vor erlaubt
30. Januar 2026 – Viele Hauseigentümer fragen sich derzeit, wie sie künftig heizen dürfen. Dabei zeigt sich: Niemand muss auf die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) warten, bevor eine neue Heizung bzw. Holzfeuerstätte eingebaut oder modernisiert werden kann. Darauf weist die Informationsplattform Allianz Freie Wärme hin, die von Fachverbänden aus dem Wärmemarkt getragen wird. Wer heute seine Heizungsanlage erneuert, kann erneuerbare Energien nutzen und dafür attraktive staatliche Fördermittel erhalten. Die Wärmewende basiert also nicht allein auf Fern- oder Nahwärmenetzen – sie lässt den Haushalten bewusst Spielraum.
Wärmeplanung braucht Zeit
Viele Städte und Gemeinden arbeiten derzeit an ihren Wärmeplänen. Bis daraus konkrete Bauvorhaben oder neue Wärmenetze entstehen, können allerdings Jahre vergehen. Denn dafür braucht es politische Beschlüsse, technische Machbarkeitsstudien und aufwändige Finanzierungs- und Ausschreibungsverfahren. Fachleute wie bei der Förderbank KFW rechnen bis 2045 mit Investitionen in einem insgesamt dreistelligen Milliardenbereich.
Kommunen können Gebiete freigeben
Kommunen dürfen laut Gesetz (§14 Wärmeplanungsgesetz) allerdings schon heute festlegen, in welchen Quartieren Fernwärme weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll ist. In diesen Gebieten können Hausbesitzer sofort handeln und ihre Heizungen modernisieren – etwa in Stadtteilrandlagen oder ländlichen Regionen. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) erlaubt eine Vielzahl moderner Heizungs- und Ofenlösungen, solange künftig mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien eingesetzt werden. Ob Wärmepumpe, Pelletheizung, Hybridlösung oder Kamin- bzw. Kachelofen: Die Auswahl ist groß und die Förderung bleibt attraktiv.
Heizkosten im Blick behalten
Auch die Wirtschaftlichkeit spielt eine Rolle. Aktuelle Auswertungen der Heizkosten in Deutschland zeigen, dass die Preise für Fernwärme zuletzt stärker gestiegen sind als etwa für Holz, Heizöl oder Gas. Da Wärmenetze meist nur einen Anbieter haben und keine Kündigung oder ein Wechsel möglich ist, kann das langfristig teuer werden. Die Allianz Freie Wärme rät deshalb, auf flexible Systeme zu setzen – je nach Situation im eigenen Haus.
Kein Königsweg für alle
Wärmenetze können ein wichtiger Teil der Energiewende sein, sind aber keine Lösung für jedes Gebäude. Politik und Gesetzgebung sehen bewusst mehrere Wege vor. Wichtig ist nun, dass Kommunen diese Wahlfreiheit offen kommunizieren und Bürgerinnen und Bürger sich gut informieren. Beratung gibt es bei Heizungs- und Ofenbauern, Schornsteinfegern und im örtlichen Energiehandel. Weitere Informationen: www.freie-waerme.de





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